Das Wappen und die Farben der Gemeinde
Die Gemeinde Micheldorf stellt wohl eine Besonderheit dar, da ihr aufgrund
der Auflösung der Gemeinde im Jahr 1973 bereits das zweite Mal ein
Gemeindewappen verliehen wurde.
Das "alte" Wappen, welches der Gemeinde Micheldorf am
30. Juni 1963 verliehen wurde, zeigt eine
Hopfendolde,
eine Rotationspapierrolle sowie Schlegel
und Eisen.
Die Hopfendolde ist als Hinweis auf die seit 1270 bestehende
Privatbrauerei Hirt zu verstehen.
Die Papierrolle ist für die im Jahre 1906
von Bischof Kahn gegründete und im Jahre 1911 von der Firma Funder erworbene
Papierfarbik dargestellt.
Schlegel und Eisen sind die Symbole für den
Bergbau, der in der Gemeinde Micheldorf ebenfalls von
Bedeutung war.
Mit der Eingemeindung zur Stadtgemeinde Friesach am 1. Jänner 1973 ist
die Berechtigung zur Führung des alten Wappens erloschen.
Der Gemeinderat hat am 7. Juli 1994 um die Verleihung eines neuen
Gemeindewappens angesucht. Die offizielle
Übergabe des Wappens fand am 8. Juli 1995 statt, wobei das
Wappen folgende Merkmale aufweist:
Das Wappen zeigt einen schwarzen Schräglingsbalken, von einem
goldenen Rost überdeckt auf grünem Untergrund, der oben von
einer
goldenen Hopfendolde und unten von einer goldenen
Ähre
begleitet wird.
Der Schräglingsbalken mit dem Rost ist als Symbol für
den hl. Laurentius
(Kirche Lorenzenberg) zu verstehen, nachdem der hl. Laurentius
der Legende nach auf einem glühenden Rost gefoltert wurde.
Die Hopfendolde bezeichnet die Brauerei Hirt.
Die goldene Ähre stellt den ländlichen Charakter
der Gemeinde Micheldorf dar.